Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin – die Bio-Verbände machen den Unterschied

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin – die Bio-Verbände machen den Unterschied

Wussten Sie schon, was den Unterschied bei Bio-Lebensmitteln ausmacht?

Alle Produkte, die das grüne EU-Bio-Logo tragen, haben zertifizierte Bioqualität. Unternehmen und Landwirtschaft arbeiten nach den durch die EU-Öko-Verordnung vorgegebenen Richtlinien, deren Einhaltung bei den regelmäßigen Kontrollen durch die offiziellen Zertifizierungsstellen geprüft wird. Zusätzlich gibt es in Deutschland das sechseckige Bio-Siegel, das das Erkennen von Bio-Produkten erleichtern soll.

Die Richtlinien der ökologischen Verbände (z. B. Bioland, Naturland und Demeter) machen den Unterschied. Der Anbau und die Herstellung von Bio-Lebensmitteln nach Verbandsrichtlinien erfüllen in vielen Bereichen höhere Umwelt- und Tierwohlstandards als von der EU-Öko-Verordnung vorgeschrieben.

Wir freuen uns, dass der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im vergangenen Jahr über 20 Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung zeigt uns, dass immer mehr Menschen mit Ihrer Kaufentscheidung eine nachhaltigere Form der Landwirtschaft unterstützen. Damit zeigen sie ihre Wertschätzung für Pflanzen, Tiere und Boden.

Bereits im Jahr 1950, lange vor der Einführung der EU-Öko-Verordnung 1991, stellte unser Großvater Johannes Tress, den Bauernhof der Eltern nach den damaligen Demeter-Richtlinien um. Fortan wirtschaftete er im Einklang mit der Natur und diesen Gedanken geben wir von Generation zu Generation weiter.

Untenstehend finden Sie weiterführende Informationen zu den Öko-Verbänden Demeter und Bioland.

Die Umstellung auf Demeter 1950

In den fünfziger Jahren ergriffen immer mehr Betriebe die Möglichkeiten, die Erträge der Landwirtschaft mit Hilfe von Chemie und Technologie zu steigern. In dieser Entwicklung sah unser Großvater eine Gefahr für Boden, Pflanzen, Tiere und den Menschen. Entgegen der Mehrheit beschloss Johannes Tress in dieser Zeit, den Bauernhof der Eltern nach den damaligen Demeter-Richtlinien umzustellen und fortan im Einklang mit der Natur zu wirtschaften, anstatt in die natürlichen Vorgänge einzugreifen.

Der Demeter-Verband und seine Richtlinien

Der Verband gilt als Öko-Pionier, heute findet man die hochwertigen Bio-Lebensmittel mit dem Demeter-Markenzeichen verstärkt im Lebensmittelhandel. Mitglieder des Verbands arbeiten nach strengen Richtlinien, deren Ursprung auf den landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner im Jahr 1924 zurückgeht. Die Basis der biodynamischen Wirtschaftsweise ist die Kreislaufwirtschaft. Es gibt nur so viele Tiere, wie mit dem Land ernährt werden können. Der Mist der Tiere sorgt für eine hohe Bodenfruchtbarkeit. Die schmerzhafte Enthornung der Kühe ist verboten. Das Tierfutter muss zu 100% in Bio-Qualität, davon mindestens 2/3 in Demeter-Qualität sein. Weitere Pluspunkte und die Unterschiede zwischen der EU-Öko-Verordnung und den Demeter-Richtlinien finden Sie auf der Seite des Demeter e.V..

Eine unserer Demeter-Erzeugrinnen ist Annette Schelkle. Annette lebt mit ihrem Mann Ulrich, fünf Kindern, Ziegen und Kühen auf ihrem Demeterhof auf dem Schupfenberg. In der hofeigenen Käserei werden allerlei Käseköstlichkeiten traditionell in Handarbeit hergestellt. HIER lesen Sie mehr zu unseren Erzeugerinnen und Erzeugern.

Der Bioland-Verband und seine Richtlinien

Als die Landwirtschaft sich zunehmend industriell entwickelte, wollte der Agrarpolitiker Dr. Müller die Zukunft der Bäuerinnen und Bauern schützen. Sie sollten in möglichst geschlossenen Betriebskreisläufen wirtschaften, unabhängig vom Zukauf von Hilfsmitteln sein und ihre Waren selbst vermarkten können. Anhand dieser Ansätze entwickelten er und sein Team den Folgejahren die Grundlagen des organisch-biologischen Landbaus und damit die Grundstein der Geschichte des Bioland e.V.. Auf den sieben Bioland-Prinzipien basieren auch die Richtlinien. Richtlinien und Unterschiede zwischen der EU-Öko-Verordnung und den Bioland-Richtlinien finden Sie auf der Seite des Bioland e.V..

Einer unserer Bioland-Erzeuger ist Karl-Heinz Pfleiderer vom Biolandhof Fauserhöhe bei Münsingen. Karl-Heinz ist Landwirtschaftsmeister und arbeitet täglich mit viel Hingabe und Leidenschaft für seine Tiere. Auf rund 50 Hektar hält Karl-Heinz seine 60 Schweine mit genügend Auslauf, frischer Weide und viel Schlamm zum Wühlen. HIER lesen Sie mehr zu unseren Erzeugerinnen und Erzeugern.

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